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Headlinerin Dr. Rubinstein.

Wichtige Bühnen finden dieses Jahr Open-Air und bei freiem Eintritt statt, als neue Festivalspielorte werden nun auch die Studiobühne der Grazer Oper,sowie die Postgarage mit Programmschienen und Installationen bespielt. Der offizielle Vorverkaufsstart für alle Ticketkategorien des Festivals erfolgt am 1. Juli 2021.


Elevate goes Open-Air

Wichtige Programmpunkte des Festivals finden dieses Jahr Open-Air und bei freiem Eintritt statt. So wird der Grazer Lendplatz am Freitag, dem 6. August zum Schauplatz für die aktuellen Protagonisten der heimischen Pop- und Indieszene. Den Anfang machen Land of Ooo, das Grazer Indie-Rock Trio, das melodiöse Lo-Fi Gitarren mit einer lässig durchschlackernden Rhythmussektion und eindrucksamen Falsett-Gesang verbindet.

Hinter Monsterheart verbirgt sich die Songschreiberin, Produzentin und bildende Künstlerin Anna Attar. Attar betitelt ihre Musik selbst als Graveyard Pop, obwohl ihre Musik eigentlich gar nichts von Friedhof hat, sondern auf verquere Art uplifting wirkt und das mit Melodien, die im Gedächtnis hängen bleiben. Düsterer gibt sich die Post-Rock-Band CULK, die sich um Sängerin Sophie Löw konstelliert. Löws Stimme klingt wie eine Mischung aus Nico und Lydia Lunch. Sie bildet das Rückgrat für samtig-betörende Songs, die gleichzeitig selbstbewusst und widerspenstig sind und als Kampfansage gegen das Patriarchat gehen. Den Abschluss bildet das im letzten Jahr mit dem FM4 Award ausgezeichnete Dream-Pop-Duo Anger, das intime Lyrics mit süßen Melodien und hazy Schlafzimmervibes verschmilzt und sich dafür auch gerne an zeitgenössischen Downtempo-Clubsounds orientiert.

Für Clubstimmung sorgt am Samstag, dem 7. August die Open-Air-Bühne im Volksgarten. Hier kommen von Nachmittag bis Abend lokale und internationale Dj und Live-Acts zusammen. Einer der Headliner ist Dr. Rubinstein, die Acid und 90er Jahre Rave in ihren abenteuerlichen Sets fusioniert. Rubinstein gilt als Senkrechtstarterin der Berliner Clubszene und ist bekannt für ihre sprühend-energetischen Performances. Die Tribal Sounds von Azu Tiwaline sind stark von der Herkunft der Musikerin in der Sahara Region und der Region El Djerid im Süden Tunesiens inspiriert. Tiwaline möchte den Sound der Wüste in ihre Live-Sets holen. Dafür führt sie Elemente aus der saharischen und Berber-Trance-Musik mit zeitgenössischem Dub-Sound und mystischen Klangflächen zusammen. Anschließend werden die Betreiber des Wiener Labels Neubau, Djs und Produzenten Heap und Bocksrucker auflegen. Zu hören sind Obskuritäten aus aller Welt, die mit kosmischem Krautrock, Wave und Dark Grooves kombiniert werden.

Mouse on Mars im Orpheum

Nach dem Programm im Volksgarten geht es direkt weiter ins Orpheum zu einem Live-Set von Asfast. Der in Graz geborene Musiker gilt als einer der up-and-coming Electronic-Acts des Landes. Geheimnisvoll narrative Qualitäten und cineastisches Sounddesign treffen auf die harschen Energien von Metal und die sphärischen Qualitäten von Dark Ambient. Ähnlich kathartisch, wenngleich auf ganz andere Art, ist der Sound von Jessica Ekomane. Die in Berlin stationierte Musikerin interessiert sich für psychoakustische Phänomene und spielt dabei mit unserer Wahrnehmung. Ihre quadrophonischen Performances schaffen eindrucksvolle Situationen, in denen Klang als transformatives Element auf Raum und Publikum zu wirken beginnt. Mit Mouse on Mars betritt schließlich eine der Größen der deutschen Elektronikszene die Bühne des Orpheums. Das mittlerweile seit 25 Jahren existierende Duo von Jan St. Werner und Andi Toma premiert auf dem Elevate Festival sein neues Album A AI. Interessiert an den neuesten Technologien, erforscht das Duo darauf künstliche Intelligenz sowohl als narrativen Rahmen als auch als kompositorisches Werkzeug und hat damit sein bisher explizitestes Science-Fiction-Werk geschaffen. Resultat ist ein detailverliebtes Album, gefinkelt und skurril und durchzogen von polyrhythmischen Grooves.

Late-Night-Clubmusik in der Postgarage

Und auch in der Postgarage gibt es Programm! Samstag Nacht wird die aus Istanbul stammende und in Berlin lebende Nene H den Dancefloor anheizen. Nene gilt als eine der beliebtesten DJs des europäischen Techno-Undergrounds. Ihre nonkonformistische Haltung spiegelt sich in ihren brachialen Techno-Sets wieder. Unbeugsam und wild gibt sie sich als DJ, während sie als Musikerin in kühnen, analogen Live-Sets abenteuerliche Risiken eingeht. Auf ihrem im Juli erscheinenden Debut-Album kombiniert sie musikalische Elemente des mittleren Osten mit westlich geprägtem Clubsound und reflektiert dabei ihre deutsch-türkische Identität.

 

Elevate Arts - Multisensorische Installationen im Kunstprogramm des Festivals

Wer kennt ihn nicht, den visionären Musiker, Künstler, Produzenten und Aktivisten Brian Eno? Eno hat nicht nur Generationen an Musikschaffenden inspiriert, er gilt auch als Begründer der Ambient-Musik. In den frühen 70er Jahren erlangt er internationale Bekanntheit als Gründungsmitglied der britischen Band Roxy Music, produziert daneben Alben mit den Talking Heads, Devo, U2, Laurie Anderson oder Coldplay, und kollaboriert mit Kolleg*innen wie David Bowie, David Byrne und Grace Jones. Neben seiner einzigartigen musikalischen Karriere ist Eno auch bekannt für seine visuellen Experimente mit Licht und Video. Beispiel dafür ist die immersive Installation 77 Million Paintings. Die dafür komponierte visuelle Musik ist als sich ständig weiterentwickelnde Klang- und Bildlandschaft konzipiert und in jedem Moment einzigartig. Für das Elevate Festival 2021 wurde eine spezifische, raumgreifende 3D-Sound-Adaption von 77 Million Paintings unter der Einbeziehung des 2019 installierten Ambisonic-Soundsystems des Dom im Berg erarbeitet, die von 5.-28. August zu sehen sein wird.

Zu dem großangelegten Projekt rund um Brian Eno zählt auch die Fortsetzung der im Jahr 2020 rund um den finnischen Künstler Jimi Tenor gestarteten Serie Music for Elevators. Ab Festivalstart werden die beiden Kabinen des Schlossberglifts mit eigens für diesen Anlass komponierten Stücken von Brian Eno, auch über das Festival hinaus, ganzjährig bespielt werden.

In der Studiobühne der Grazer Oper wird eine Auftragsarbeit des italienischen Musikers und Medienkünstlers Lorem zu sehen sein.

Die Installation mit dem Titel Distrust Everything ist eine AV-Installation, die die Besucher, erzeugt durch Systeme der künstlichen Intelligenz und 3D-Fotogrammetrie, in einen unheimlichen synthetischen Traum mit fotorealistischen Landschaften entführt.

Plötzliche Szenenwechsel synchronisiert mit Sound-Events erzeugen dabei eine sinnliche Desorientierung und ein Gefühl der traumhaften Verschiebung.

 

Neoklassische Konzert-Highlights im Grazer Dom

Der Donnerstag Abend verspricht atmosphärische Konzerte im Grazer Dom, der zum ersten Mal vom Elevate Festival bespielt wird. Mit Lukas Lauermann wird ein-er der umtriebigsten Cellisten die Kirche zum Klingen bringen. Lauermann hat nicht nur mit den Größen der heimischen Popwelt kollaboriert, er beeindruckt auch als Solo-Musiker. In seinen einfühlsamen, elegischen Stücken zeigt sich die Vielseitigkeit des Cellisten, der gerne auch mit erweiterten Spieltechniken und Elektronik experimentiert. Ebenfalls akustisches Instrument und Elektronik kombinieren Musiker*in und Komponist*in Maria W. Horn und Mats Erlandsson. In einer eigens fürs Elevate Festival konzipierten Performance präsentieren die beiden schwedischen Musiker*innen hypnotische Stücke für vierhändige Orgel und Elektronik. Dafür kommt eine verstärkte, elektronisch präparierte Orgel zum Einsatz - ein hybrides Instrument, mit dem es gelingt spektrale Klangfarben zu kreieren. Auch die Headlinerin des Abends stammt aus Schweden. Die Musikerin, Sängerin und Komponistin Anna von Hausswolff ist nicht nur für ihre expressiven Songs bekannt, sie setzt sich bereits seit vielen Jahren auch intensiv mit Orgelmusik auseinander. In ihren eindringlichen, emotionalen wie störrischen Stücken lotet Hausswolff das Potenzial des Instruments für neue Ausdrucksformen aus und erforscht dabei dessen weites akustisches Spektrum.

Überblick über die bisher bestätigten Acts:

Anger (IT) Anna von Hausswolff (SE) Asfast (AT) Azu Tiwaline (TN) Brian Eno (UK) Culk (AT) Dr. Rubinstein (IL) Heap & Bocksrucker (AT) Jessica Ekomane (FR) Land of Ooo (AT) Lorem (IT) Lukas Lauermann (AT) Maria W. Horn (SE) Mats Erlandsson (SE) Monsterheart (AT) Mouse on Mars (DE) Nene H (TR)

 

Diskursprogramm zum Thema Momentum

Das Diskursprogramm des Elevate Festivals 2021 thematisiert unter dem Titel Momentum unter anderem die vielfältigen Implikationen der Pandemie auf Menschen, Gesellschaft, Medien und Technologie. Erstmals findet das Programm im Next Liberty Graz statt und wartet durch Kooperationen mit EU Projekten wie Sphera, We Are Europe und Re-Imagine Europe mit vielschichtigen Inhalten auf.

Stargast Brian Eno wird im Rahmen eines Gesprächs live via Videostream teilnehmen. Die deutsche Philosophin Ariadne von Schirach wird nach ihrem Talk 2020 erneut am Festival sprechen. Die Anwältin und Aktivistin Renata Àvila aus Guatemala diskutiert ebenso mit wie die russische Netzaktivistin und Soziologin Xenia Ermoshina. Weitere fixierte Gäste sind unter anderem: Die Journalistin und Autorin Cinzia Sciuto, die Universitätslektorin Maryam Laura Moazedi, Regisseur und Aktivist Paul Poet und der Journalist und Festivalkurator Thomas Edlinger.

 

Das vollständige Programm des Festivals wird Anfang Juli präsentiert.

Der Vorverkauf des Festivals startet mit 1. Juli.

 

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